Kosten der privaten Krankenversicherung

Die Monatsprämie ist nur der sichtbare Teil. Dazu kommen ein Selbstbehalt, der bei der Wiener Städtische in Wien ab 40 bis zu 1.421 Euro im Jahr beträgt, Prämienanpassungen von zuletzt 4,5 bis 5,7 Prozent pro Jahr und Bausteine wie das Einbettzimmer. Wer vergleicht, sollte alle vier zusammenrechnen.

Die vier Kostenarten

KostenartWas sie bestimmtBeispiel
PrämieLeistungsumfang, Eintrittsalter, Bundesland, Krankenkasse, Gesundheitmuki, ÖGK, mit 30: 109,94 bis 171,73 € im Monat
SelbstbehaltTarifvariante, Alter, Ort der BehandlungGRAWE ab 40: 650 € pro Jahr, in Wien 960 €
PrämienanpassungIndex, Leistungshäufigkeit, Spitalsentgelte, Gesetze (§ 178f VersVG)Wiener Städtische: 4,5 bis 5,7 % pro Jahr im Schnitt der letzten fünf Jahre
ZusatzbausteineEinbettzimmer, Welt-Garantie, Kur, ReiseEinbettzimmer bei der Wiener Städtische mit 30: 11,37 € im Monat

Was die Sonderklasse ohne Versicherung kostet

In der allgemeinen Gebührenklasse zahlen Sozialversicherte nur einen Kostenbeitrag pro Spitalstag, in Wien laut Allianz im Schnitt 13 bis 15 Euro, Stand Jänner 2024. Wer ohne Zusatzversicherung die Sonderklasse will, zahlt Hauskosten des Spitals pro Tag und die Honorare der Ärzte selbst. Für einen Aufenthalt nennt die Allianz meist 3.500 bis 7.000 Euro, im Einzelfall mehr. Die muki nennt als Beispiele mehr als 2.000 Euro für eine Blinddarmoperation, mehr als 4.000 Euro für einen Knöchelbruch und annähernd 10.000 Euro für ein künstliches Hüftgelenk.

Wie viele Jahresprämien ein solcher Aufenthalt aufwiegt und für wen sich die Sonderklasse trotzdem lohnt: Wann lohnt sich eine PKV?

Wovon die Prämie abhängt

Die Prämie wird beim Abschluss nach dem Eintrittsalter und dem gewählten Tarif festgelegt. Zwischen 20 und 40 Jahren steigt sie bei Wiener Städtische und muki um knapp zwei Drittel. Das Bundesland macht bei der Wiener Städtische bis zu 50 Prozent Unterschied, der Selbstbehalt bei der muki rund ein Drittel. Wie sich das in Zahlen zusammensetzt, für Einzelpersonen, Pakete und Familien: Was kostet eine PKV?

Der Selbstbehalt

Der Selbstbehalt senkt die Prämie, kostet aber im Leistungsfall. Bei Wiener Städtische, DONAU und GRAWE fällt er für Erwachsene erst ab 40 an, bei UNIQA ab 45. Bei Unfällen und Geburten entfällt er meist. Ob er sich lohnt, lässt sich rechnen: Bei der Wiener Städtische rechnet sich die Variante mit Selbstbehalt mit 45, wenn seltener als etwa alle zwei Jahre ein Aufenthalt wegen Krankheit nötig ist. Alle Modelle und Rechnungen: Selbstbehalt.

Die Prämie über die Jahre

Nach dem Abschluss darf die Prämie nicht wegen des Älterwerdens steigen, wohl aber, wenn der Tarif insgesamt teurer wird. Das Versicherungsvertragsgesetz zählt in § 178f die zulässigen Gründe auf, von einem vereinbarten Index bis zu höheren Spitalsentgelten. Bei einem Satz von 4,5 Prozent pro Jahr steigt eine Prämie in zehn Jahren um 55 Prozent. Die Tabellen nach Eintrittsalter und die veröffentlichten Erhöhungsraten: Prämienentwicklung nach Alter.

Geld zurück

Einige Versicherer geben einen Teil der Prämie zurück oder senken sie später:

  • Merkur Prämienbonus: zwei Monatsprämien zurück nach zwei Jahren ohne Leistung.
  • DONAU Securmed Bonustarif: Prämienrückvergütung, wenn ein ganzes Kalenderjahr keine Leistung aus der Hauptversicherung nötig war.
  • Prämie ab 65: Allianz, Generali und GRAWE halbieren sie mit einem eigenen Baustein, die Merkur senkt sie um 25 oder 50 Prozent.
  • Prämienfreistellung: Die DONAU erlaubt bei einem finanziellen Engpass bis zu sechs Monate ohne Prämie für den Spitalstarif, der Unfallschutz bleibt.

Die Kosten im Detail

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Was kostet PKV?

Veröffentlichte Prämien, sechs Einflussfaktoren, Paket- und Familienrechnungen.

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Alle Modelle der Versicherer und die Rechnung, wann sich der Selbstbehalt lohnt.

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Prämien nach Alter

Eintrittsalter-Tabellen, gesetzliche Regeln für Erhöhungen und veröffentlichte Erhöhungsraten.

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Gruppenverträge der Fachverbände, Prämien je Bundesland und was beim Ausscheiden gilt.

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Quellen