Was ist der Selbstbehalt?
Der Selbstbehalt (auch Selbstbeteiligung) ist Ihr Eigenanteil an den Kosten eines Krankenhausaufenthalts. Die Versicherung übernimmt die Kosten abzüglich des Selbstbehalts. Die Prämie ist dafür niedriger als bei Tarifen ohne Selbstbehalt.
Variabler vs. fixer Selbstbehalt
Variabler Selbstbehalt
Die Höhe richtet sich nach dem Bundesland, in dem Sie behandelt werden. Wien ist am teuersten, da die Wiener Privatkliniken höhere Tagessätze verlangen.
| Bundesland | Selbstbehalt ca. |
|---|---|
| Wien | 1.000-1.500 € |
| Niederösterreich | 700-1.000 € |
| Oberösterreich | 600-900 € |
| Salzburg | 500-800 € |
| Steiermark | 500-800 € |
| Kärnten | 400-700 € |
| Tirol | 400-700 € |
| Vorarlberg | 400-600 € |
| Burgenland | 300-500 € |
Fixer Selbstbehalt
Überall in Österreich gleich hoch, meist zwischen 500 und 1.000 Euro. Der Vorteil: Sie wissen genau, was auf Sie zukommt.
Wann entfällt der Selbstbehalt?
Bei vielen Tarifen entfällt der Selbstbehalt in bestimmten Situationen:
- Nach Unfall: Krankenhausaufenthalte nach Unfällen oft ohne Selbstbehalt
- Entbindung: Geburten meist ohne Selbstbehalt
- Schwere Erkrankungen: Bei Krebs, Herzoperationen etc. teilweise kein Selbstbehalt
- Kinder: Oft nur halber Selbstbehalt
Mit oder ohne Selbstbehalt?
Mit Selbstbehalt
- Deutlich günstigere Prämie (ca. 50% weniger)
- Sinnvoll bei seltenen Krankenhausaufenthalten
- Für junge, gesunde Menschen
Ohne Selbstbehalt
- Keine Kosten im Leistungsfall
- Sinnvoll bei häufigen Aufenthalten
- Für Familien mit Kinderwunsch
- Bei geplanten Operationen
Rechenbeispiel
30-Jähriger, Sonderklasse österreichweit:
- Mit Selbstbehalt: ~80 € Prämie/Monat = 960 €/Jahr
- Ohne Selbstbehalt: ~160 € Prämie/Monat = 1.920 €/Jahr
- Differenz: 960 €/Jahr
Bei einem Aufenthalt in Wien zahlen Sie etwa 1.200 € Selbstbehalt. Sind Sie öfter als einmal pro Jahr im Krankenhaus, lohnt sich der Tarif ohne Selbstbehalt.