Wann lohnt sich eine private Krankenversicherung?

Eine PKV ist nicht für jeden sinnvoll. Hier erfahren Sie, wann sich die Investition lohnt - und wann Sie das Geld besser anders anlegen.

PKV lohnt sich besonders für:

Familien mit Kinderwunsch

Eine Geburt in der Privatklinik kostet 5.000-12.000 Euro. Mit Sonderklasse-Versicherung ist das gedeckt. Die Baby-Option versichert Neugeborene ohne Gesundheitsprüfung - wichtig, falls das Kind krank zur Welt kommt.

Menschen, die Wert auf kurze Wartezeiten legen

Als Privatpatient bekommen Sie schneller Termine beim Facharzt und warten kürzer auf Operationen. Bei einer Hüft-OP kann der Unterschied Wochen oder Monate betragen.

Wer im Krankenhaus Privatsphäre will

Statt im 4- bis 8-Bett-Zimmer liegen Sie im Ein- oder Zweibettzimmer mit eigenem Bad. Bei schweren Erkrankungen oder längeren Aufenthalten ein großer Unterschied.

Selbständige und Unternehmer

Wer bei Krankheit kein Einkommen hat, braucht schnelle Genesung. Die PKV ermöglicht zeitnahe Behandlung und Rehabilitation.

Wahlarzt-Patienten

Wer regelmäßig Wahlärzte besucht, zahlt ohne PKV viel aus eigener Tasche. Die Wahlarzt-Versicherung rechnet sich oft schon bei 2-3 Besuchen pro Jahr.

PKV lohnt sich weniger für:

  • Junge, gesunde Menschen ohne Kinderwunsch, die selten zum Arzt gehen
  • Wer ausschließlich Kassenärzte besucht
  • Menschen mit knappem Budget - das Geld in einen Notgroschen anlegen ist sinnvoller
  • Personen mit schweren Vorerkrankungen - die Prämie kann sehr hoch sein oder der Antrag abgelehnt werden

Der Mittelweg: Optionstarif

Noch unsicher? Der Optionstarif ist ein cleverer Kompromiss:

  • Nur 30% der Vollprämie
  • Sicherung des günstigen Eintrittsalters
  • Später Upgrade ohne neue Gesundheitsprüfung

Faustregel

Können Sie sich die Prämie leisten, ohne auf anderes verzichten zu müssen? Dann ist die PKV sinnvoll. Müssen Sie dafür sparen oder verzichten - legen Sie das Geld lieber zurück.

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