DONAU auf einen Blick
Die DONAU Versicherung AG gehört zur Vienna Insurance Group. Ihre Krankenversicherung läuft unter dem Namen „Securmed“: Securmed Stationär für das Spital, Securmed Ambulant für Privatärzte, dazu Bausteine wie Einbettzimmer, Zahn, Taggeld und Pflege.
Die Sonderklasse-Tarife im Überblick
| Tarif | Gedeckt | Für wen | Prämienbeispiel pro Monat |
|---|---|---|---|
| Sonderklasse nach Unfall | stationäre Behandlung nach Unfällen, Zweibettzimmer | laut Prospekt passend für Erwerbstätige bis 65 | 20 Jahre: 7,74 € 35 Jahre: 7,74 € 45 Jahre: 8,40 € |
| Sonderklasse SmartStart | wie nach Unfall, plus Recht auf Umstieg in den vollen Spitalstarif | unter 40 | Kinder bis 19: 7,27 € 20 Jahre: 14,16 € 30 Jahre: 16,30 € |
| Securmed Stationär | Krankheit, Unfall, Schwangerschaft und Entbindung, Zweibettzimmer | alle | nicht veröffentlicht |
Prämien bei monatlicher Zahlung, Stand Mai 2026. Quelle: DONAU-Prospekte DG2-1 und DG13-1.
Sonderklasse nach Unfall: was 7,74 Euro abdecken
Der Tarif greift bei jedem Unfall, der einen Spitalsaufenthalt nötig macht, egal ob beim Sport, im Haushalt oder unterwegs. Er bezahlt das Zweibettzimmer in einem Vertragskrankenhaus zur Gänze und rechnet direkt ab, die Ärztin oder der Arzt ist frei wählbar. Wer auf das Sonderklassezimmer verzichtet, bekommt stattdessen ein Taggeld von 220 Euro pro Tag, für Kinder 110 Euro. Spitalsaufenthalte ohne Unfall als Ursache sind nicht gedeckt.
Nach dem Aufenthalt oder einer ambulanten Operation ersetzt die DONAU 80 Prozent der Kosten für verordnete Heil- und Hilfsmittel bis 250 Euro und für Physiotherapie bis 500 Euro. Dazu kommen eine Hubschrauberbergung bis 6.000 Euro, Krankentransporte und Hilfe zu Hause ab einem Aufenthalt von 24 Stunden, etwa Kinderbetreuung, Versorgung von Haustieren oder Wohnungsreinigung. In Europa übernimmt die DONAU in öffentlichen Spitälern die Kosten so, wie sie in einem Wiener Vertragskrankenhaus anfallen würden.
SmartStart: Unfallschutz mit Recht auf mehr
SmartStart ist der Unfall-Tarif mit eingebauter Option. Einmal im Jahr, jeweils zum Ende des Versicherungsjahres, können Versicherte ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten in einen vollen Krankenhauskostentarif wechseln. Möglich ist das bis zum Kalenderjahr, in dem sie 45 werden. Wer bis dahin nicht wechselt, wird automatisch auf den Krankenhauskostentarif mit dem niedrigsten Selbstbehalt umgestellt. Dagegen kann man binnen drei Monaten widersprechen, dann bleibt der Unfallschutz und die Prämie sinkt um den Optionsanteil.
Außer der Reihe ist der Umstieg in drei Fällen möglich: bei einer Schwangerschaft ab dem zweiten Versicherungsjahr, bei bestimmten schweren Erkrankungen wie Krebs, HIV oder Multipler Sklerose und vor Eingriffen wie einer Herzklappenoperation oder einer Organ- oder Knochenmarktransplantation. Der Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach der ärztlichen Feststellung oder Diagnose gestellt werden. Umgestellt wird mit dem Monatsersten des Monats, in dem die Feststellung erfolgt ist.
Was die Option kostet
Bei gleichen Leistungen im Unfallfall ist der Unterschied zwischen den beiden Tarifen der Preis für das Umstiegsrecht. Für eine 20-Jährige sind das 6,42 Euro im Monat (14,16 statt 7,74 Euro), rund 77 Euro im Jahr. Dafür sichert sie sich den späteren Zugang zum vollen Spitalstarif auf Basis ihres heutigen Gesundheitszustands. Wer schon weiß, dass ein Kind geplant ist, sollte bedenken, dass der Sonderumstieg wegen Schwangerschaft erst ab dem zweiten Versicherungsjahr gilt.
Securmed Stationär: der volle Spitalstarif
Securmed Stationär deckt medizinisch notwendige Spitalsaufenthalte bei Krankheit, Unfall, Schwangerschaft und Entbindung im Zweibettzimmer, dazu ambulante Operationen, die einen Aufenthalt ersetzen. Eine allgemeine Wartezeit gibt es nicht, für einzelne Leistungen wie die Entbindung aber schon. Schwangerschaft und Geburt sind nur für Personen gedeckt, die zur Erwachsenenprämie versichert sind. Eltern können ein versichertes Kind bis zum 18. Lebensjahr ins Spital begleiten, die Kosten der Begleitperson trägt die DONAU.
Im Tarif enthalten sind außerdem Hebammenleistungen vor, während und nach der Geburt bis insgesamt 480 Euro, eine psychologische Beratung bis 830 Euro nach der Diagnose einer schweren Erkrankung wie Krebs und alle zwei Jahre ein Gesundheits-Check. Wer in der allgemeinen Klasse bleibt, bekommt ein Ersatztaggeld, nach einer Geburt eine Entbindungspauschale. Nicht versichert sind unter anderem Zahnimplantate, künstliche Befruchtung, kosmetische und vorbeugende Eingriffe sowie Geriatrie, Rehabilitation und Pflege.
Selbstbehalt: drei Stufen, von 20 bis 40 ausgesetzt
Den Spitalstarif gibt es ohne und in drei Selbstbehaltsvarianten, je höher der Selbstbehalt, desto niedriger die Prämie. Die Beträge hängen vom Bundesland ab und nennt die DONAU-Beratung. Bis zum 20. Geburtstag gilt der halbe Selbstbehalt, zwischen dem 20. und dem 40. Geburtstag verzichtet die DONAU ganz darauf. Bei Unfällen, Schwangerschaft, Geburt und ambulanten Operationen fällt in keinem Alter ein Selbstbehalt an. Wer einen Selbstbehalt-Tarif hat, kann jedes Jahr bis zum 60. Geburtstag ohne Gesundheitsprüfung in eine Variante mit niedrigerem oder ohne Selbstbehalt wechseln.
Geltungsbereich und Einbettzimmer
Zur Wahl stehen Österreich und Europa oder weltweit. In Österreich gilt die Kostengarantie mit Direktverrechnung in allen Vertragskrankenhäusern, in Europa in öffentlichen Spitälern. In Privatspitälern im Ausland zahlt die DONAU so viel, wie dieselbe Behandlung in einem Wiener Vertragskrankenhaus kosten würde. Weltweite Deckung gibt es mit dem Zusatztarif Securmed International. Ein Einbettzimmer in allen Vertragskrankenhäusern lässt sich mit dem Baustein Securmed Einbettzimmer dazuversichern.
Die Vertragsspitalliste (Stand Jänner 2025) umfasst öffentliche Spitäler und Privatkliniken in allen neun Bundesländern, in Wien unter anderem die Privatklinik Döbling, das Rudolfinerhaus, das Goldene Kreuz und die Wiener Privatklinik. Für einige Häuser ist eine Vorbewilligung nötig, die Kostenverpflichtungserklärung ersetzt sie bei Sonderklassetarifen.
Securmed Ambulant: Privatarzt-Tarife
Für Behandlungen bei Ärzten ohne Kassenvertrag gibt es vier Stufen. Zahlt die Sozialversicherung einen Teil, ersetzt die DONAU die volle Differenz zum Rechnungsbetrag. Zahlt sie nichts, ersetzt die DONAU 80 Prozent. Beides gilt bis zur Jahresleistung der gewählten Stufe:
| Jahresleistung 2026 | X-Small | Small | Medium | Large |
|---|---|---|---|---|
| Privatarzt, schul- und alternativmedizinisch | 1.600 € | 1.600 € | 3.200 € | 6.400 € |
| Physiotherapie | - | 490 € | 613 € | 1.226 € |
| Psychotherapie | - | 415 € | 519 € | 1.038 € |
| Medikamente | - | 415 € | 519 € | 1.038 € |
| Heilbehelfe, z.B. Brillen, Hörgeräte | - | 224 € | 280 € | 560 € |
| Höchstleistung pro Person | 1.600 € | 3.144 € | 5.131 € | 10.262 € |
Quelle: DONAU-Prospekt Privatarzt DG4-1, Stand Juli 2026. Physiotherapie, Psychotherapie, Medikamente und Heilbehelfe nur, wenn ärztlich verordnet.
X-Small deckt nur den Arzt selbst, ab Small kommen Therapien, Medikamente und Heilbehelfe dazu. Akupunktur, TCM, Chiropraktik und Osteopathie zahlt die DONAU auch ohne ärztliche Verordnung, sie laufen über das Budget für Physiotherapie. Brillen sind nach Verordnung jedes Jahr möglich. Impfungen wie FSME sind gedeckt, Reiseimpfungen nur mit einer Auslandsreise-Krankenversicherung und einmalig bis 75 Euro. Der Schutz gilt weltweit. Wer Securmed Ambulant mit Securmed Stationär kombiniert, zahlt für den ambulanten Teil eine niedrigere Prämie.
DONAU und UNIQA im Vergleich
| DONAU | UNIQA | |
|---|---|---|
| Selbstbehalt im vollen Spitalstarif | halb bis 20, keiner von 20 bis 40 | keiner bis 45, danach je nach Stufe |
| Einstieg mit Umstiegsrecht | SmartStart, jährlich bis zum 45. Lebensjahr | Sonderklasse Start, in festgelegten Abständen |
| Zimmer im Grundtarif | Zweibettzimmer | ab Optimal Einbettzimmer, in Wien Zweibettzimmer |
| Kündigung | ab Ende 3. Jahr, 3 Monate Frist | ab Ende 3. Jahr, 1 Monat Frist |
| Privatarzt, höchste Stufe | 10.262 € pro Jahr | 8.400 € pro Jahr |
Vertrag, Rabatt und Kündigung
- Partnerbonus: 5 Prozent, wenn mindestens zwei Personen im selben Haushalt in einer Polizze versichert sind.
- Prämienfreistellung: Bei einem finanziellen Engpass lässt sich der Spitalstarif bis zu sechs Monate prämienfrei stellen, der Unfallschutz bleibt in dieser Zeit erhalten.
- Kündigung: erstmals zum Ende des dritten Versicherungsjahres, dann jährlich, jeweils mit drei Monaten Frist und in geschriebener Form, also etwa per E-Mail.
- Beginn: sobald die Polizze zugegangen und die erste Prämie innerhalb von 14 Tagen bezahlt ist.
Vor dem Abschluss klären
- Wie hoch sind die drei Selbstbehaltsvarianten im eigenen Bundesland, und was gilt ab dem 40. Geburtstag?
- Wie lang ist die Wartezeit für Entbindungen im Spitalstarif?
- Was kostet Securmed Stationär im eigenen Alter mit und ohne Selbstbehalt?
- Bei SmartStart: In welchen Tarif führt die automatische Umstellung, und was kostet er dann?
Welche Fragen beim Antrag gestellt werden: Gesundheitsfragen bei der PKV. Was die Sonderklasse unabhängig vom Anbieter leistet: Sonderklasse-Versicherung.
Kontakt
DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group
Schottenring 15, 1010 Wien
Serviceline: 050 330 330
Sonderklasse: Sonderklasseversicherung der DONAU
Quellen
- DONAU: Prospekt Sonderklasse nach Unfall (PDF, Stand Mai 2026)
- DONAU: Prospekt Sonderklasse SmartStart (PDF, Stand Mai 2026)
- DONAU: Prospekt Securmed Stationär (PDF, Stand Dezember 2025)
- DONAU: Informationsblatt Securmed Stationär (PDF, Stand 03.09.2024)
- DONAU: Prospekt Privatarzt Securmed Ambulant (PDF, Stand Juli 2026)
- DONAU: Vertragsspitalliste Österreich (PDF, Stand Jänner 2025)
- DONAU: Sonderklasseversicherung nach Unfall (Taggeld 220 Euro)